Die Stadttaube

Stadttauben sind Nachkommen verwilderter Haus- und Brieftauben, deren Vorfahre die Felsentaube ist.

Brieftauben werden zu Sportzwecken gezüchtet. Dabei werden sie hunderte Kilometer von ihrem Heimatschlag ausgelassen und versuchen dann verzweifelt, zu diesem und damit auch zu ihrem Partner, zurückzufinden. Oft schaffen sie dies aus verschiedenen Gründen leider nicht, und, sollten sie diese Tortur überleben, verwildern. Somit handelt es sich bei Stadttauben um verwilderte Haustiere.

Unterschlupf und Brutplätze finden Sie auf hohen Gebäuden in unseren Städten, denn diese ähneln den Brutplätzen der Felsentaube.

Sie brüten das ganze Jahr über, dieses Verhalten wurde ihnen vom Menschen über lange Zeit angezüchtet.

Um die Population einzudämmen, herrscht in vielen Städten ein Fütterungsverbot. Jedoch hat das keinen Einfluss auf die Vermehrung, da sich ihr Brutverhalten nicht nach dem Nahrungsangebot richtet, da es angezüchtet und somit eine genetische Eigenschaft ist. Dieser Nahrungsentzug führt nur zum langsamen Verhungern einzelner Tiere, verringert aber nicht die Population.

Eine ethische Lösung zur Geburtenkontrolle sind betreute Taubenschläge. Dort werden die Tiere artgerecht gefüttert und man kann ihre Eier gegen Gipsattrappen austauschen. Zudem sammelt sich der Kot größtenteils im Schlag, wo er ordnungsgemäß entsorgt werden kann, und nicht an öffentlichen Plätzen.